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Die Welt und ich

Ein Plädoyer fürs Schreiben

Wie kann man aus einer einfachen Zahlenkombination (zum Beispiel der eines Geburtsdatums), die vielleicht noch an die Liebsten erinnert, einen Text machen? Ganz leicht.

Man ersetze die Zahlen durch die zugehörigen Buchstaben des Alphabets: A=1, B=2, C=3 etc. und nutze die Zahlen als Anfangsbuchstaben von Wörtern in einer strikt auch gerne wiedekehrenden Reihenfolge.

Bei 14-4-1989 sieht das dann so aus:

[column size=one_third position=first ]  [/column][column size=one_third position=middle ]

Alle deine dummen Angewohnheiten
immer heulen
immer aggro
decken deine Arroganz
irrer Hochmut
irgendwie

Alle deine dummen Abers
immer heiser
immer absurd
dressieren deine Angst im Herzen
Ironie

All dein dummer Argwohn
immer hässlich
immer anti
doppelt deine Agression im heute
immer

[/column]

[column size=one_third position=last ]  [/column]

oder bei anderer Zahlenkombination so:

[column size=one_third position=first ]  [/column][column size=one_third position=middle ]

Alle chosmischen Anfänge
haben grundsätzlich
absolut chaotische allgemeine
Herausforderunegn gegeben.

An charismatischen Argumenten
heilsam geborgen
analysierend clevere Aspekte
hoffnungsvoll gedacht.

[/column]
[column size=one_third position=last ]  [/column]

Diese Texte haben Sabrina und Rebecca aus dem MAVIBLAU-Team gezaubert, als wir uns in einem Schreibworkshop mit der Welt und uns selbst in der Welt schreibend auseinandergesetzt haben. Es gibt lauter solche kurzen und auch längeren Schreibaufgaben, die zur Reflektion, zum Nachdenken, zum in sich gehen und zum Output anregen.

Als ich für mein Masterstudium an der Alice Salomon Hochschule immer nach Berlin gefahren bin, war es etwas Besonderes, mit welcher Energie, Motivation und Muse zu schreiben, ich Berlin wieder verlassen habe. Dass ich nun nach Berlin gefahren bin, um all das als Schreibcoach mit dem MAVIBLAU-Team erleben zu dürfen, war fantastisch.

Schreiben muss nicht schwer fallen und ganz wichtig ist: Schreiben kann und sollte man gemeinsam machen. Es inspiriert nicht nur und öffnet den Blick für neue Aspekte und Perspektiven, es gibt auch am Ende ordentlich was zu lachen.

Zum Abschluss noch einer unserer Schätze:

[column size=one_third position=first ]  [/column][column size=one_third position=middle ]

Ich
laufe weiter
in die Richtung
aus der ich kam
um mit dir zu reden
wieder bei dir zu
verweilen um dann
zu fragen

Döner?

[/column]
[column size=one_third position=last ]  [/column]

Text: Carina Plinke
Bilder: Sabrina Raap

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Open Call: Erinnerung