Am 2.Mai 2019 konnten wir zum vierten Mal IstanbuLyrik organisieren: Nach Köln und Hamburg nun wieder zurück in Istanbul.

Lyriker*innen trugen ihre selbst verfassten Gedichte auf türkisch und deutsch vor, der Sänger Sinu brachte den Saal mit seinen Gesangeinlagen zum Singen und Künstler*innen stellten ihre Werke aus. Dabei waren eine Video-Installation, Skulpturen und Illustrationen.

Verschiedenste Kunststile und Thematiken zeichneten an diesem Abend ein diverses Bild deutsch-türkischer Begegnung. Ferhat Gülebaş, der später mit seinem Gedicht beim Schreibwettbewerb “Begegnungen” des DAAD den dritten Platz belegte, erzählte von seiner Sehnsucht nach der Weser, die er während seiner Zeit in Bremen kennengelernt hatte. Levent Kesik beschrieb, was er beim Besuch der Stelle des Brandanschlags in Solingen empfand. İrem Aydın beschäftigte sich mit dem Thema Flucht und Migration aus Syrien und der Türkei. Der Sänger Sinu spielte eigene Musik, wie das Lied “Bin ich deutsch?”, und Klassiker, wie “Islak Islak” von Cem Karaca. Weitere Gedichte und die Ausstellung griffen Themen wie Nähe und Einsamkeit auf, spielten mit kulturellen Zuschreibungen und hinterfragten gesellschaftliche Diskurse und politische Entscheidungen.

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Möglich gemacht wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung des Goethe-Instituts Istanbul und Manzara Istanbul; außerdem durch die großartigen Beiträge der Künstler*innen und die vielen helfenden Hände.

Die Lyriker*innen: Şafak Eyüboğlu, Volkan Okta, Levent Kesik, Dağlar Yaraşır, Ferhat Gülebaş, Ilgıt Uçum, Irem Aydın
Der Musiker: Sinu
Die Aussteller*innen: Onur Sekmen, Merve Ata, Eva Feuchter, Seda Demiriz, Viola Yeşiltaç, Gizem Aslantepe, Hatice Çevik, Zeynep Kan
Die Moderatorinnen: Neslihan Yakut, Marlene Resch

Das Orga- und Übersetzungsteam: Neslihan Yakut, Marlene Resch, Onur Sekmen, Aliş Hüseyin Karataş, Ilgın Seren Evişen, Şengül Mor, Ezgi Beyazgül, Carina Plinke
Design: Sabrina Raap & Irem Kurt
Location: SUPA Istanbul

Text: Redaktion
Bilder: Aliş Hüseyin Karataş