In München erwartet Euch am Donnerstag, den 22. Juli eine multimediale Lesung über den Zusammenhang zwischen HipHop und Migration in Deutschland. 

Mit ihrem Buch „Fear of a Kanak Planet“ haben Murat Güngör und Hannes Loh schon 2002 eine Debatte über HipHop, Migration, Rassismus und Verantwortung angestoßen. Inzwischen beschäftigen sich die beiden ehemaligen Rapper mit dem aktuellen Phänomen des Gangsta- bzw. Straßenrap und bringen die Entwicklung von HipHop in Deutschland in Verbindung mit den kulturellen Empowerment-Strategien der ersten Generation von Einwanderern in die BRD, den so genannten Gastarbeiter*innen.

Bei einer multimediale Lesung präsentieren Murat Güngör und Hannes Loh Texte, Bilder, Songs, Videos und Filme. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zur Diskussion ihrer Thesen.
Der Abend soll helfen, das relativ junge Phänomen „deutscher Gangsta-Rap“ einzuordnen und den Einfluss von Migrationserfahrung, Marginalisierung und die daraus erwachsenden Konzepte der Selbstermächtigung besser zu verstehen.

Wann? Donnerstag, 26.7., 19 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Hannes Loh war in den 1990ern selbst als Rapper mit der Crew Anarchist Academy aktiv, arbeitet als Lehrer und Autor und analysiert die Subkultur HipHop. Insgesamt hat er fünf Bücher über die Geschichte von HipHop in Deutschland  geschrieben.

Murat Güngor ist Mitbegründer des antirassistischen Netzwerkes “Kanak Attack”, war früher selbst Rapper und ist heute Lehrer und Buchautor.

Gemeinsam haben die beiden in ihrem Buch “Fear of a Kanak Planet. HipHop zwischen Weltkultur und Nazirap”  den Zusammenhang zwischen HipHop und Migration in Deutschland aufgearbeitet und damit eine Debatte angestoßen, die bis heute existiert.

Foto: Süddeutsche Zeitung Photo