Arbeitsmigration ist ein weltweites Phänomen, das enorme Auswirkungen auf Familien hat. Das zeigt sich auch in der Arbeitsmigration in den 1960ern, als Gastarbeiter*innen aus der Türkei, Griechenland und vielen weiteren Ländern nach Deutschland kommen und viele von ihnen gezwungen sind, ihre Kinder alleine zurück zu lassen. Und auch die Türkei ist heute Immigrationsland für viele Arbeiter*innen, insbesondere aus Osteuropa, dem Kaukasus und Zentralasien.

Wie verändern sich Beziehungen zwischen Eltern und Kindern bei räumlicher Distanz aufgrund von Arbeitsmigration? Wenn Geschenke und materielle Unterstützung gemeinsame Erfahrungen ersetzen? Wenn statt physischer Nähe Skype und WhatsApp herhalten müssen? Welche Auswirkungen haben diese Familiensituationen auf die Betroffenen? Die Ausstellung BITTER THINGS im DEPO Istanbul zeigt Sichtweisen auf dieses Thema von 1960 bis heute.

Neben der Ausstellung gibt es am  30.06.2018 um 16 Uhr eine Podiumsdiskussion und Lesung mit Malve Lippmann und Can Sungu (bi’bak), Dr. Ayşe Akalın (Associate Professor of Sociology Istanbul Technical University),Ok-Hee Jeong (Author and former left-behind child) und Moderatorin Maike Suhr (Editor des Buchs “Bitter Things”).
Zum Abschluss der Ausstellung erwartet Euch am 01.07.2018 um 16 Uhr außerdem eine Filmvorführung von  “Hastabakıcı / Abigail” (Soner Sert, Turkey, 2017, 17 min.) und “Waiting for August “(Teodora Ana Mihai, Belgium, 2014, 88 min.) mit Besuch dee Regisseur*innen.

Datum: 19.5.-1.7.2018


 

BITTER THINGS ist ein Projekt von bi’bak in Kooperation mit Archive Books (Berlin), Depo (Istanbul) und DOMiD – Documentation Center and Museum about Migration in Germany (Köln).

Bi’bak ist eine Non-Profit-Organization und Projektraum in Berlin mit Fokus auf transnationale Geschichte, Migration, globale Mobilität und ihre ästhetischen Dimensionen.