Vom 23. bis zum 25. Mai 2019 findet in Berlin die Konferenz „We, the City. Plurality and Resistance in Berlin und Istanbul“ statt. Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen, Filmemacher*innen und Kulturschaffende aus Berlin und Istanbul widmen sich drei Tage lang der Frage, wie verschiedene Formen städtischen Widerstandes in beiden Städten dazu beitragen, ein nicht-hegemoniales und egalitär-demokratisches Verständnis von „Wir“ zu erzeugen.

Die Konferenz lädt dazu ein, die Beziehung beider Städte und des Widerstandes ihrer Bewohner*innen gemeinsam zu beleuchten: Wie erleben Bewohner*innen in Berlin und Istanbul die physische, politische und normative Neuordnung ihrer Städte? Wo und wie entsteht das politische Subjekt der Stadt? Wer sind „Wir, die Stadt“?

Den Auftakt zur Konferenz bildet eine Filmvorführung im Moviemento mit Werken der beiden Filmemacher Matthias Coers aus Berlin und İmre Azem aus Istanbul. Im Anschluss an die Filmvorführung diskutieren beide Filmemacher über städte-politische Entwicklungen.

Neben einer Stadtführung, Paneldiskussionen und moderierten Gesprächen wird es außerdem eine Lesung mit der Schriftstellerin Emine Sevgi Özdamar geben, die mit einer Performance des Kurators Misal Adnan Yıldız eingeleitet wird.

Daneben wird die Videoinstallation „Rough Copies/ Kaba Kopya“ von Kathryn Hamilton und Oscar Durand zu sehen sein, welche in Zusammenarbeit mit Akademiker*innen in der Türkei als Reaktion auf die Entlassungswellen von Wissenschaftler*innen entstanden ist.

Weitere Informationen zum Programm gibt es unter:  www.wethecity.de
Die Konferenzsprache ist Englisch.
Um Anmeldung per Email wird gebeten: wethecityconference@gmail.com

Die Konferenz findet in vier verschiedenen Räumlichkeiten in Berlin statt: Moviemento Kino, Humboldt Graduate School (Festsaal), Tieranatomisches Theater, aquarium (Südblock).

Die Konferenz wird von dem Programm „Blickwechsel: Studien zur zeitgenössischen Türkei” organisiert und von der Einstein Stiftung und der Stiftung Mercator gefördert.

Das interdisziplinäre Programm „Blickwechsel: Studien zur zeitgenössischen Türkei” erforscht in fünf wissenschaftlichen Projekten unterschiedliche Aspekte der gegenwärtigen türkischen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. ForscherInnen an deutschen und türkischen Universitäten arbeiten hierbei zusammen. Eine Koordinationsstelle an der Humboldt-Universität zu Berlin unterstützt die Kooperation.

Die Stiftung Mercator fördert mit dem Programm die akademische Auseinandersetzung mit der Türkei in Deutschland und gleichzeitig die Vernetzung zwischen beiden Ländern in den Bereichen Forschung und Lehre.

Ziel der Einstein Stiftung ist es, Wissenschaft und Forschung in Berlin auf internationalem Spitzenniveau zu fördern und das Land dauerhaft als attraktiven Wissenschaftsstandort zu etablieren. Neben den Erlösen aus dem Stiftungskapital stehen der Stiftung Mittel des Landes zur Verfügung. Die Stiftung wurde 2009 vom Land Berlin gegründet.